Engagiert und ausgezeichnet
25 Jahre Stipendienfonds E.ON Ruhrgas wären kaum möglich ohne Personen, die unsere Programme seit vielen Jahren unterstützen. Viele von ihnen wurden für ihre Verdienste um die deutsch-norwegischen Beziehungen im Rahmen ihrer Aktivitäten für den Stipendienfonds geehrt.Königlich-Norwegischer Verdienstorden
Die Betreuung des Stipendienfonds seit 1983 und die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und dem Stifterverband oblagen viele Jahre den Herren Dr. Hans-Henning Pistor vom Stifterverband (bis 1999) und Dr. Ulrich Unger, E.ON Ruhrgas (bis 2006). Seit 2000 ist Dr. Heinz-Rudi Spiegel im Stifterverband für den Stipendienfonds zuständig, der zuvor schon die Programme Geschichte, Recht und Politik verantwortete. Dr.Hans-Henning Pistor erhielt 2002 für seine Verdienste um die deutsch-norwegische Zusammenarbeit das Königlich-Norwegische Verdienstkreuz 1. Klasse. Auch das Engagement von Herrn Dr. Unger und Herrn Dr. Spiegel wurde mit dem Verdienstorden gewürdigt, den der norwegische Botschafter 2007 in Berlin überreichte.
Gastprofessur
Professor Christoph Vedder ist Europa- und Völkerrechtler an der Universität Augsburg. Auch er begleitet das Stipendienprogramm für Rechtswissenschaften als Mitglied der Auswahlkommission seit 1996. Durch seine Initiative wurden die Universitäten Heidelberg und Oslo für das Programm gewonnen. Auf Vorschlag von Professor Ernst Nordtveit, Dekan der juristischen Fakultät Bergen, wurde er im März 2009 zum ständigen Gastprofessor für Europarecht an der Universität Bergen ernannt.
Ehrendoktorwürde
Als Auszeichnung nicht nur für ihn persönlich, „sondern auch für das Programm insgesamt“ empfand Professor Müller-Graff seine Ernennung zum Ehrendoktor der Universität Bergen im August 2008. Peter-Christian Müller-Graff lehrt Bürgerliches Recht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und ist auch seit langem Mitglied der Auswahlkommission für Recht. Mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde zeichnet die Universität Bergen, eine der Partneruniversitäten des Stipendienprogramms, Müller-Graff für sein langjähriges Engagement für den akademischen Austausch zwischen Deutschland und Norwegen aus.
Norwegische Akademie der Wissenschaften
Eine besondere norwegische Auszeichnung erhielt Professor Christian Meier – Emeritus für Alte Geschichte an der Ludwigs-Maximilians-Universität München – im Jahre 1997, als er in die Norwegische Akademie der Wissenschaften aufgenommen wurde. Meier begleitete das Stipendienprogramm für Geschichte als Mitglied der Auswahlkommission von den Anfängen 1985 bis zum Auslaufen im Jahre 2000. Er gehört zu den bekanntesten deutschen Geschichtswissenschaftlern.
Bundesverdienstkreuz
Erling Selvig ist einer der bedeutendsten norwegischen Juristen. Er ist emeritierter Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Oslo. Seine Expertise umfasst neben See- und Mineralölrecht auch das Finanzrecht. Seit Beginn des Stipendienprogramms für Rechtswissenschaften 1996 und als Vorsitzender der Auswahlkommission setzt er sich für einen intensiven Austausch mit deutschen Rechtswissenschaftlern ein. Für sein Engagement im deutsch-norwegischen Wissenschaftsaustausch erhielt Professor Selvig im April 2007 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das ihm vom deutschen Botschafter in Oslo verliehen wurde.
Willy-Brandt-Preis
Spiritus rector des Stipendienfonds war Dr. Klaus Liesen, Vorstandsvorsitzender der damaligen Ruhrgas AG sowie – ehrenamtlich – des Stifterverbandes. Am 18. Januar 1984 unterzeichnete er die Verträge zur Einrichtung der Stipendienprogramme. Liesen führte das Unternehmen von 1976 bis 1996 und sorgte für den Abschluss wichtiger Lieferverträge mit Norwegen sowie der damaligen UdSSR. Heute ist Liesen Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der E.ON Ruhrgas sowie Ehrenmitglied des Deutsch-Norwegischen Beirats des Stipendienfonds. Diesem Beirat gehört auch Dr. Nils Morten Udgaard an, bekannter Journalist, der zunächst Deutschland-Korrespondent der größten norwegischen Tageszeitung Aftenposten und später Leiter der außenpolitischen Abteilung war. Für ihre Verdienste um die bilateralen Kulturbeziehungen erhielten Liesen und Udgaard 2001 bzw. 2003 den Willy-Brandt-Preis, der alljährlich von der Deutsch-Norwegischen Willy-Brandt-Stiftung verliehen wird.